80 Jahre Pfadi Ludesch – Ein Jubiläum, das in Erinnerung bleibt

Unter dem Motto „Mir lons röcha“ feierte die Pfadi Ludesch ihr 80-jähriges Bestehen

Am Wochenende vom 20. und 21. Juni feierte die Pfadi Ludesch ihr 80-jähriges Bestehen mit einem großen Jubiläumsfest im Zentrum von Ludesch. Unter dem Motto „Mir lons röcha“ erwartete die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit einer eindrucksvollen Jurtenburg, einem spannenden Stationenwettkampf, musikalischer Unterhaltung und einem stimmungsvollen Frühschoppen. Das Festgelände auf der Wiese neben dem Feuerwehrhaus wurde dabei zwei Tage lang zum Treffpunkt für Pfadfinderinnen und Pfadfinder, Vereinsmitglieder, Familien, Freunde und zahlreiche Gäste aus nah und fern.

Zwei Jahre intensive Vorbereitung

Die Planungen für das Jubiläum begannen bereits zwei Jahre vor dem Festwochenende. Im Rahmen der jährlichen Klausur der Funktionärinnen und Funktionäre wurde beschlossen, das 80-jährige Bestehen nicht mit einem Schaulager, sondern mit einem großen Festwochenende zu feiern.

Samuel Pircher übernahm die Gesamtkoordination und stellte sich als Hauptverantwortlicher für das Jubiläum zur Verfügung. Die rund 25 Funktionärinnen und Funktionäre teilten sich frühzeitig in verschiedene Arbeitsgruppen auf. Die Bereiche Infrastruktur, Programm, Verpflegung, Werbung, Finanzen sowie Rechtliches arbeiteten über Monate hinweg an ihren Konzepten und Ideen.

Bereits ein Jahr vor dem Jubiläum konnten erste konkrete Ergebnisse präsentiert werden. Schnell wurde allen Beteiligten bewusst, dass ein Fest dieser Größenordnung für die Pfadi Ludesch etwas Besonderes werden würde. Ab Herbst intensivierten sich die Vorbereitungen, regelmäßige Sitzungen wurden angesetzt und ab Jänner fanden zusätzlich monatliche Treffen zwischen der Gesamtleitung und den Verantwortlichen der einzelnen Arbeitsgruppen statt. So entstand Schritt für Schritt ein Festprogramm, das dem besonderen Anlass gerecht werden sollte.

Aufbau der imposanten Jurtenburg

Der Aufbau begann bereits in der Woche vor dem Fest. Am Mittwoch traf sich das Infrastrukturteam, um die sechs Jurten sowie das benötigte Material vorzubereiten. Einige der Jurten wurden freundlicherweise von anderen Pfadfindergruppen aus ganz Vorarlberg zur Verfügung gestellt.

Am Donnerstag machten sich schließlich 14 Helferinnen und Helfer – bestehend aus Funktionären, Eltern sowie Freunden der Pfadi Ludesch – an die Arbeit. Geplant war eine offene Jurtenburg mit zwei großen Jurten als Abschluss auf beiden Seiten. Dazwischen entstanden vier miteinander verbundene Jurten, die den Mittelpunkt der Anlage bildeten.

Das besondere Highlight war der sogenannte Dom: Eine Jurte wurde auf doppelter Höhe errichtet und verlieh der Jurtenburg eine beeindruckende Atmosphäre. Parallel dazu wurden Zäune aufgestellt, die Verpflegung im Holzschopf der Feuerwehr eingerichtet und die Stationen für den Wettkampf vorbereitet.

Als am Freitag die letzten Arbeiten abgeschlossen waren, konnten die Helferinnen und Helfer auf den erfolgreichen Aufbau anstoßen und den Abend ganz pfadfinderisch am Lagerfeuer ausklingen lassen.

Der Stationenwettkampf eröffnet das Jubiläumswochenende

Der Samstag begann mit einem großen Stationenwettkampf. Dazu waren Pfadfindergruppen aus Vorarlberg, der Schweiz und Wien sowie verschiedene Vereine aus Ludesch eingeladen.

An mehreren kreativen und herausfordernden Stationen konnten die Teams ihr Geschick, ihre Teamarbeit und ihren Spaß am Wettbewerb unter Beweis stellen.

Besonders beliebt war der Nebelhangar, ein mit Nebel gefülltes Zelt voller Hindernisse, in dem unter erschwerten Bedingungen LED-Kerzen gesucht werden mussten. Bei einer weiteren Station galt es, mit Wasserpistolen ein Glas auf Distanz zu füllen, um symbolisch ein Feuer zu löschen.

Beim „umgekehrten Doktor Bibber“ mussten Kerzen hinter einer Plexiglasscheibe mit einem an einem Stab befestigten Zündholz angezündet werden. Ein Staffellauf mit einem Holzstamm stellte die Koordination und das Teamwork der Gruppen auf die Probe.

Auch Gedächtnis und Geruchssinn waren gefragt: Beim „Feuerpfad“ mussten sich die Teilnehmenden den richtigen Weg merken, während bei einer Memory-Station verschiedene Düfte einander zugeordnet werden mussten.

Sportlich wurde es schließlich beim Flaschentransport mit Grillzangen, bei dem unterschiedlichste Hindernisse überwunden werden mussten. Am Ende gewann jene Gruppe, die über alle Stationen hinweg die meisten Punkte sammeln konnte.

Ein stimmungsvoller Festabend

Nach einer wohlverdienten Stärkung begann am Abend die offizielle Eröffnung des Jubiläumsfestes. Die Moderatoren Röbi und Martin führten die zahlreichen Gäste durch das Programm.

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden die Siegerinnen und Sieger des Stationenwettkampfes sowie der Social-Media-Challenge ausgezeichnet. Dabei bestand die Herausforderung darin, ein bei der Einladung ausgegebenes Holzstück möglichst kreativ in Szene zu setzen und verbrennen zu lassen. Die Bewertung erfolgte durch das Publikum mittels Stimmungsbarometer.

Auch Ehrungen durften an diesem besonderen Abend nicht fehlen. Samuel wurde für die Gesamtorganisation des Jubiläums sowie sein langjähriges Engagement für die Pfadi Ludesch geehrt. Ebenso wurde Elias für seine Verdienste als Obmann in den vergangenen und weiteren Jahren ausgezeichnet.

Ein weiterer Höhepunkt war ein gemeinsames Kunstwerk: Jede teilnehmende Gruppe und jeder Verein gestaltete ein individuelles Puzzleteil. Zusammengesetzt ergibt es eine bleibende Erinnerung an das Jubiläum und wird künftig im Pfadiheim ausgestellt.

Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Band Mike Live Extended, die den Gästen ordentlich einheizte. Während einige die Tanzfläche nutzten, genossen andere die Gelegenheit, gemeinsam auf acht Jahrzehnte Pfadfindergeschichte zurückzublicken. Bis in die frühen Morgenstunden herrschte ausgelassene Stimmung in der Bar, bevor gegen 2 Uhr Nachtruhe einkehrte.

Frühschoppen für die ganze Bevölkerung

Am Sonntag wurde das Jubiläum mit einem öffentlichen Frühschoppen fortgesetzt. Musikalisch begleitet von der Harmoniemusik Ludesch kamen zahlreiche Besucherinnen und Besucher zusammen, um gemeinsam zu feiern.

Während einer Pause der musikalischen Darbietungen richteten Obmann Elias und Bürgermeisterin Alexandra Schalegg ihre Grußworte an die Festgäste. Dabei wurde besonders die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit und die wertvolle Jugendarbeit der Pfadi Ludesch hervorgehoben.

Anschließend präsentierten die verschiedenen Altersstufen der Pfadi ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. Die WiWö begeisterten mit einem humorvollen Sketch zum Jubiläumsmotto, die GuSp führten einen eigens geschriebenen Jubiläumssong auf und die CaEx sowie RaRo forderten das Publikum mit verschiedenen Challenges heraus.

Zusätzlich sorgten zahlreiche Vereine und Organisationen für Unterhaltung. Taekwondo Mustang, die Feuerwehr Ludesch, der Obst- und Gartenverein, die JDPD sowie die Wiesenwichtel Ludesch boten spannende Mitmachstationen für Groß und Klein an.

Den Abschluss bildete die Ziehung der Tombola. Zu gewinnen gab es attraktive Preise wie eine Grilletta, einen Helikopterflug sowie ein Canyoning-Erlebnis inklusive Verpflegung.

Ein gelungenes Jubiläum

Die Pfadi Ludesch kann auf ein rundum gelungenes Jubiläumswochenende zurückblicken. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher, spannende Programmpunkte und die große Unterstützung vieler freiwilliger Helferinnen und Helfer machten das Fest zu einem besonderen Erlebnis.

Ein herzlicher Dank gilt allen Sponsoren, Unterstützern sowie den vielen Helferinnen und Helfern – insbesondere den Eltern, Freunden und Bekannten der Pfadi Ludesch, die mit ihrem Einsatz zum Gelingen beigetragen haben.

Ein besonderer Dank gebührt jedoch den Funktionärinnen und Funktionären, die in den vergangenen zwei Jahren unzählige Stunden in die Planung und Umsetzung investiert haben. Ihr Engagement, ihre Kreativität und ihre Leidenschaft haben dafür gesorgt, dass das 80-jährige Jubiläum der Pfadi Ludesch zu einem unvergesslichen Ereignis wurde.

Auf die nächsten Jahre der Pfadi Ludesch – allzeit bereit!